Amberg
Zwei im 9. und 11. Jahrhundert gegründete Ansiedlungen an
der Vils in der Oberpfalz wurden im 13. Jahrhundert zur Stadt Amberg vereinigt, deren
wirtschaftliche Grundlage der Erzbergbau war.
Herzog Maximilian I. von Bayern übernahm 1621 die Verwaltung
der bis dahin protestantischen Oberpfalz und holte bis Ende des Jahres sieben Jesuiten in
die Stadt zur seelsorgerlichen Tätigkeit. Fünf Jahre später konnte der Unterricht in
allen sechs Klassen des Jesuitengymnasiums aufgenommen werden. Verträge Maximilians aus
den Jahren 1629 und 1630 regelten die Gründung eines Jesuitenkollegs in Amberg. Im Herbst
1632 eröffneten die Jesuiten eine Klasse für Logik, ein Jahr später kam die Klasse für
Moral hinzu. Damit war die Grundlage für den philosophischen Kurs gelegt. Im 18.
Jahrhundert wurden neben der Moraltheologie zusätzlich Polemik und ab 1772 Kirchenrecht
gelehrt. Seit 1754 gab es das Fach Experimentalphysik und ab 1772 bestand ein Lehrstuhl
für Mathematik.
Im September 1773 wurde das Jesuitenkolleg in Amberg
aufgehoben. Die Leitung des Seminars gab der Orden im Dezember 1773 auf.
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